Klimapolitik

Stadtökologischer Spaziergang

Am 7. Juli nahm Bundestagskandidat und Stadtrat Christoph Arz an einem stadtökologischen Spaziergang teil. Mit dabei war auch unser Sprecher Andreas Wagner. Der Spaziergang wurde dabei vom Bund Naturschutz Mühldorf organisiert. Während des Spaziergangs führte uns Referent Rolf Trenkle durch Waldkraiburg und präsentierte bestimmte Orte, die sich als großes Problem für das Stadtklima herausstellten.

Warum geht uns das Stadtklima etwas an?

Laut Rolf Trenkle kommt es in Waldkraiburg immer mehr zu einer schleichenden “Entgrünung”. Dem können wir nur zustimmen. Doch durch dass schwindende Grün steigen die Temperaturen in deutschen Städten stetig an. Es verwundert also nicht, dass im Jahr 2015 rund 6000 Menschen im Zusammenhang mit Hitzebelastung gestorben sind. Auch die Zahl der Hitzewellen verdoppelte sich in Deutschland seit 1980.

Wie genau heizt sich aber die Stadt auf?

Rolf Trenkle konnte dies mit dem Wärmeinsel-Effekt erklären, der in der nebenstehenden Skizze veranschaulicht wird. Durch die hohen Gebäude der Stadt, den fehlenden Bäumen und den Straßen, kommt es zu einem Hitzestau. Es fehlt also an Bäumen, die Schatten spenden und kühlende feuchte Luft aufgrund der Verdunstung liefern.

Skizze zur Beschreibung des Wärmeinsel-Effekts

Was muss getan werden, um das Stadtklima zu verbessern?

Diese neu gebauten Wohneinheiten sind laut Rolf Trenkle ein gutes Beispiel für die hohe und nahe Stellung zu einander. Dadurch werden Sonnenstrahlen wie in einem Kessel “eingefangen”. Es befindet sich zwar etwas Grün in der Mitte des Platzes, doch Andreas Zahn vom Bund Naturschutz sieht diesen eher als Eyecatcher.

Um stadtklimatische Verbesserungen durchzuführen, könnte man, laut Trenkle, die Flachdächer begrünen. Durch die Bepflanzung heizen sich die Gebäude im Sommer nicht so stark auf. Die Fassadenbegrünung wäre auch eine Lösung. Im Sommer wirkt sie durch Verdunstung und der Absorption von Sonnenstrahlen abkühlend. Andreas Zahn empfiehlt dazu selbstkletternde Pflanzen, die wenig Pflege bräuchten.

In diesem Beispiel kritisiert Rolf Trenkle das Fehlen von Allee-Bäumen. Diese bräuchte man, um die Aufheizung von Straßen zu reduzieren. Zudem spenden sie für Fußgänger:innen kühlenden Schatten. Die Stadt lässt hier lange auf sich warten.

Hier noch ein paar negativ-Beispiele

Hier ein paar positiv-Beispiele

Was ist unsere Meinung?

Wir haben den Eindruck, dass die städtische Bauverwaltung immer noch nicht begriffen hat, in welcher Lage wir uns befinden. Wir steuern immer mehr auf eine Klimaerwärmung zu. Die Sommer werden immer heißer und unerträglicher. Um unsere öffentlichen Plätze und Wohnräume erträglicher zu machen, wird es Zeit das Stadtklima im Auge zu behalten. Leider fehlt anscheinend auch den Stadträt:innen anderer Parteien die nötige Sensibilisierung. Es werden stetig Bäume abgeholzt, wodurch nicht nur die Öko-Billanz der Stadt schlechter wird und Hitzeperioden verstärkt werden. Wir stehen für eine systematische Begrünung von Fassaden, Dächern, Parkplätzen und Alleen um nachhaltig das Klima zu verbessern. Wir stimmen dem Vorschlag des Bund Naturschutzes zu, dass auch eine Baumschutzverordnung nötig sein wird, um Besitzer:innen von Bäumen bei Fragen oder Problemen zu unterstützen. Dadurch soll das willkürliche Fällen von klimatisch wichtigen Bäumen vermieden werden.

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